2. Treffen 2001 Possendorf

Hallo liebe Feuerwehr- und Trabifans! 



Was Ihr kennt mich nicht? Kann ja bald nicht sein. Ist nur möglich, das ihr keinen Internetanschluss habt und noch nicht auf : www.feuerwehrtrabi.de ward oder mich auf noch keinem Treffen gesehen habt. Aber normalerweise „throne“ ich da immer ganz oben!

 Na gut, sei es drum. Ich möchte euch nun heute meine Erlebnisse vom letzten August Wochenende erzählen.Da war ich nämlich in Possendorf in Sachsen im Weißeritzkreis. Die dortige Feuerwehr feierte ihr 125 jähriges Bestehen und in diesem Rahmen fand das 2. Sächsische Feuerwehrtrabitreffen statt. Ich sage euch, soviel kleine feine Feuerwehrplastestinker, das war einfach zu schön.

Normalerweise hätten es 24 sein sollen, aber wie das so ist, 3 sagten eine Woche vorher aus arbeits- und organisatorischen Gründen ab und 3 kamen gar nicht erst, ohne sich abzumelden. Finde ich uncool. Also waren es allen in allem 18 Blaulichttrabis, davon zwei vom DRK und einer von der Bolizei.

Am Freitag reisten die Trabis an die von etwas weiter her kamen. Die kamen selbst aus „Südschweden“ (Ostsee) und aus Nordösterreich (Bayern).Und hatten somit eine ganz schöne Tour hinter sich.

Bei allerschönstem Wetter grillten wir alle gemeinsam und lernten uns näher kennen.Geschlafen haben die Trabis auf einem Parkplatz neben ihren Fahrern die gekämmt haben. Einige übernachteten aber auch in einem Hotel oder in einer Pangsion (oder so ähnlich) .Es war so gemütlich das einige erst ins Bett gingen, als sie hätten eigentlich schon wieder aufstehen müssen, denn am Samstag hatten wir ja großes vor.

Gegen 8.00 Uhr war für alle Teilnehmer Frühstück gerichtet worden und im 10 Minuten Takt kamen wieder `ne ganze Menge Blaulichttrabis. Ja sogar aus „meiner“ Stadt, Bärlin war einer da.

Gegen 10.00 Uhr wurde auf dem angrenzenden Parkplatz eine Blaulichttrabifront von 18 Fahrzeugen aufgestellt, und die Leute konnten sich daran gar nicht satt sehen. Aber ich saß wieder oben auf meinem gleichnamigen Trabi und hatte den besten Überblick. Naja, fast wenigstens...  Denn neben mir stand ein Mann aus dem Bärchtesgadener Land mit einer Trabidrehleiter und von da oben hätte ich noch einen besseren Überblick gehabt. Aber Löschflori war wieder mal zu feig zu fragen.

Nun gut. Nach der Eröffnung begannen wir eine große Korsofahrt von ca.40 Kilometern durch den Weißeritzkreis. Passieren konnte nichts, denn Polizei war genug da um uns zu bewachen. Ich sage euch, das war ein geiles „rotes  Trabiband“ was sich da durch den osterzgebirgischen Raum schlängelte. Bei solchen Touren muss ich aber immer ins Auto, damit ich mir keinen Zug hole.

Nach der Hälfte der Strecke machten wir eine Pause in dem kleinen Städtchen Glashütte. Dort gab es einen Imbiss für die Fahrer.Im Anschluss daran besuchten selbige das Glashütter Uhrenmuseum und lernten einiges neues über die traditionelle Herstellung mechanischer Armbanduhren. Mit viel Getöse verabschiedeten wir uns aus Glashütte und fuhren zurück zu unserem eigentlichen Veranstaltungsort- Possendorf.  

Dort angekommen wurden wir schon sehnsüchtig von Trabi- und Feuerwehrfans erwartet. Der ganze Nachmittag gehörte nun den Feuerwehrtrabis. Von einer Bühne aus kommentiert, musste jeder Trabi in  die Mitte des Platzes fahren und zeigen was er so drauf hatte. Das war zugleich ein Fototermin. Dabei erfuhren wir so manch ausgefallene Geschichte über das Zustandekommen und die Verwendung der jeweiligen Trabis.

Auch die „richtige Trabiszene“ war vertreten, denn als Gäste hatten wir das den „Trabantteam Freital e.V.“ eingeladen, welcher mit einigen Trabis anreiste und den Zuschauern auf erzählerische Weise an seinen Clubleben teilnehmen ließ. Ja sogar einen eigenen Stand hatten die aufgebaut und das Glücksrad war ständig von den Kinder um lagert. Es herrschte eine tolle, angenehme Stimmung auf dem Platz, wie sie hätte besser nicht sein können.

Vom Feuerwehrtrabitreffen gab es natürlich auch kleine Souvenirs in Form von Feuerwehrtrabis auf einem Holzsockel für 10 DM  zu kaufen.Der Erlös kommt der Elterinitiative für brandverletzte Kinder, „Paulinchen e.V.“ (http://www.paulinchen.de) zu Gute. Auch in dieser Hinsicht wurde sich mit dieser Veranstaltung für einen guten Zweck eingesetzt.

Die Zuschauer erhielten einen Stimmzettel, mit dem sie den ihrer Meinung nach schönsten Trabi wählen konnten.  

Natürlich waren auch die Leute von Fernsehen und der Presse da.

Jeder Teilnehmer beantwortete auch bereitwillig die Fragen der Zuschauer und es dürfte so manch neue Bekanntschaft entstanden sein. Dieser Nachmittag war sehr gut besucht auch wenn es einige bei diesem „Kaiserwetter“ sicher mehr an die Strandbäder gezogen hat. 

Gegen Abend zogen wir uns wieder an unseren schattigen Grillplatz zurück und es wurde erneut eine lange Nacht mit viel Benzin- und Trabigesprächen.

Am Sonntagvormittag waren wir wieder auf dem Festplatz präsent und ein Trabi von der Ostseeküste zeigte was er draufhat: Er löschte mit einem eingebautem Hochdrucklöschgerät einen in Vollbrand stehenden Pkw mit sage und schreibe nicht mal 20 Litern Wasser in weniger als einer Minute! Damit war den Akteuren natürlich kräftig Applaus gewiss. Den erhielten sie auch, als sie Mitte der neunziger Jahre bei Thomas Gottschalk in „Wetten dass... ? “ auftraten und ihre Wette gewannen.

Nun die Mittagszeit rückte immer näher und damit die Siegerehrung die alle Teilnehmer mit Spannung erwarteten... Doch bevor es soweit war, gab es noch eine angenehme Aufgabe zu erfüllen. Die Teilnehmer gratulierten Daniel Huth von der Freiwilligen Feuerwehr Seifersdorf und Horst Leßke vom Berliner Löschtrabbiteam zum Geburtstag.  Unter tosenden Beifall der anwesenden mussten sie eine Runde mit dem wahrscheinlich kleinsten Löschtrabi der Welt fahren. Nebenbei bemerkt, dieser Trabi wäre auch was für Löschflori... 

Im Anschluss daran kam die lange erwartete Siegerehrung. Der Vorsitzende des ansässigen Kreisfeuerwehrverbandes betonte nocheinmal, das eigentlich jeder einen Preis verdient hätte.

Die Platzierten und der Sieger kamen unter viel Beifall mit ihren Schmuckstücken an die Bühne gefahren und freuten sich riesig über ihre Preise.Den 3. Platz belegte die  Freiwillige Feuerwehr Freital, welche einen kunstvoll gestalteten Feuerwehrtrabi aus Marzipan erhielt. Hm... wo ich doch so auf Marzipan stehe... Den 2. Platz belegte Christian Stoll aus Nütschow in Nordvorpommern,mit dem kleinsten Feuerwehrtrabant. Er konnte sich über einen feuerwehrtrabifahrenden Räuchermann freuen.Sieger in der Zuschauerwertung wurde Herr Wolensky aus Bad Reichenhall im bärchdesgadener Land mit seiner Trabidrehleiter. Er erhielt einen handgeschnitzten Feuerwehrtrabant. Auch er freute sich riesig.

Im Anschluss erhielten alle Teilnehmer noch einen Benzingutschein, eine Urkunde und ein Partyfässchen einheimisches Bier damit sie in aller Ruhe zu Hause die schönen Erlebnisse des Wochenendes noch einmal Revue passieren lassen können.  

Am Nachmittag nahmen noch mal 10 Feuerwehrtrabis am großen Festumzug der Possendorfer Feuerwehr teil. Ihr könnt mir glauben liebe Leute, obwohl wir das Schlusslicht bildeten, wir stahlen allen die Schau. Besonders die Abkühlung aus dem einen oder anderen Feuerwehrtrabistrahlrohr ließen die Leute bei diesem warmen Wetter gern über sich ergehen. 

Nun ja. Auch das schönste Fest nähert sich einmal dem Ende. Nachdem einige sehr weit gereiste uns schon vorm Festumzug verlassen mussten, hieß es nun auch langsam Abschied von allen anderen Feuerwehrtrabis zu nehmen, welche teilweise noch einen weiten Weg vor sich hatten.

Ich kann euch sagen, der Abschied ist nicht leicht gefallen, hatte man doch über das Wochenende viele neue angenehme Leute und Feuerwehrtrabis kennengelernt. So passierte es auch das man sich mehrfach verabschiedete ohne wirklich los zu fahren... Um ehrlich zu sein, auch Löschflori hatte etwas Wasser in den Augen... Zu einem war es eine ungewollte Abschiedsträne, zum anderen eine Freudenträne, denn alle waren sich einig: Wir sehen uns alle wieder zum 3. Sächsischen Feuerwehrtrabitreffen, im Weißeritzkreis im Jahr 2002. 

So ihr Trabantfahrer, es gäbe noch soviel vom gesamten Fest zu erzählen, aber das würde hier diesen Rahmen sprengen. Außerdem will Löschflori sich jetzt erst mal die Bilder vom Fest anschauen.

Vergessen möchte ich aber nicht, ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer zusagen, ihr ward eine dufte Truppe. Ein weiteres Dankeschön gilt an alle Organisatoren und Sponsoren, die dieses besondere Trabi-Event überhaupt erst ermöglicht haben. Im Namen aller hier Nichtgenannten geht ein besonderer Dank an die Freiwillige Feuerwehr Possendorf, den Kreisfeuerwehrverband Osterzgebirge e.V.“, der Holzbildhauerin Wirthgen, Oelsa, dem Mühlenhof Seifersdorf, Herrn Gilbert Wenke, Dresden, Herrn Reichel vom Uhrenmuseum Glashütte und dem Trabantteam Freital e.V. .  

Bis zum nächsten Jahr verbleibe ich mit bärigen Grüßen- Euer Löschflori 

Foto`s gibt`s in der Galerie!